Am 21 Juni haben wir uns auf den Weg nach Aguascalientes gemacht. Damit haben wir ein wichtiges Ziel unserer Reise erreicht. Wir besuchen hier unseren guten Freund Christoph Zumbühl (Zombi) und seine mexikanischen Familie. Vor gut 4 Jahren waren wir zur Hochzeit eingeladen. Die 2 Wochen im 2004 gefielen uns so gut, dass Mexiko auf unserer jetzigen Reise ein Muss wurde.
Nach langer Fahrt empfängt uns Zombi mit typischer mexikanischer Verspätung am Busbahnhof in Aguascalientes. Wir werden herzlich von ihm, seiner Frau Silvia und von Töchterchen Sophia empfangen. Es ist ein schönes Ankommen. Für einmal müssen wir uns unsere Unterkunft nicht aussuchen.
Am Sonntag machen wir einen typisch mexikanischen Ausflug nach San Jóse de Gracia. Wir fahren mit einem Boot auf die Insel des Stausees und geniessen die Aussicht und die Ruhe. Zum Mittagessen gönnen wir uns einen Pescado und drücken den Spaniern die Daumen (zum ersten Mal an dieser EM hat es etwas gebracht).
Der 23. Juni ist ein spezieller Tag! Mein Geburtstag! Und wie es sich in Mexiko gehöhrt, bekommt das Geburtstagskind eine Piñata geschenkt. Diese ist mit Süssigkeiten gefüllt und muss mit verbundenen Augen mit einem Stock kaputtgeschlagen werden. Dabei singen die Anwesenden ein spezielles Lied. Ist das Lied beendet, darf sich der oder die Nächste versuchen und es wird wieder gesungen. Fallen die Süssigkeiten heraus, stürzen sich alle darauf. Wir werden diesen Brauch gerne auch in der Schweiz einführen.
Bevor wir noch für 2 Wochen weiterziehen, geniessen wir das moderne Stadtleben in Aguascalientes. Wir gehen in ein VIP-Kino und schauen uns Konfu-Panda an - auf Spanisch natürlich. VIP-Kino bedeutet, dass du von einem Kellner bedient wirst und in einem richtigen Sofa-Sessel den Film geniessen kannst.
Wohin uns unsere übriggebliebene Reiseenergie noch tragen wird, werden wir sehen. Am letzten Wochenende vor dem Heimflug (18. Juli) möchten wir noch einmal hier vorbeischauen und uns von unseren Freunden gebührend verabschieden.
Donnerstag, 26. Juni 2008
Samstag, 21. Juni 2008
Oaxaca und Puebla
Oaxaca ist ruhig und friedlich. Noch im 2006 soll es hier bei Demonstrationen ziemlich ruppig zu und her gegangen sein. Gefordert wird immer noch der Rücktritt des Gouverneurs. Wir geniessen die Stadt. Sitzen auf dem Zócalo, der auch hier der gesellschaftliche Mittelpunkt bildet (im Sommer 2001 wurde hier, durch Bürgerproteste, die Eröffnung einer McDonalds-Filiale verhindert), flanieren durch die schönen Gassen, trinken Kaffee und besichtigen in El Tule einen 2000 jährigen Baum, der 40m Höhe und 55m Umfang hat. Die Kirche, die gleich neben ihm steht, lässt er ganz klein aussehen. Was er uns wohl alles zu erzählen hätte? Die Stadt strotzt nur so von Museen, Kirchen, Kolonialgebäuden und Galerien. Mit dem Engagement des Künstlers Francisco Toledo erlebte die Stadt in den letzten fünfzehn Jahren einen bemerkenswerten kulturellen Aufschwung.
Nach drei Tagen fahren wir weiter Richtung Norden. Ruhig und speditiv verläuft die Fahrt durch das südliche Hochland. Die Landschaft ist malerisch, Kakteen, Agaven und Sträucher, Campesinos, die mit ihren Ochsen die Felder pflügen - Mexiko aus dem Bilderbuch.
Puebla hingegen ist eine moderne Stadt und zählt beinahe 2 Mio Einwohner. Das lärmige und stinkende Durcheinander auf den Starssen erschlägt uns fast. Die Stadt liegt auf 2175 m Höhe und ist von Vulkanen und Bergen umgeben. Wir steigen auf eine kleine Anhöhe und haben eine wunderbare Sicht über die Stadt und die beiden Vulkanen Popocatépetl und Iztaccíhuatl. Das historische Zentrum zählt zu den UNESCO-Weltkulturerben. Die vielen Kolonialbauten sind oft mit bemalten Keramikkacheln verziert. In der Stadt gibt es mehr als 70 Kirchen. Doch irgendwie sind wir schon fast ein bisschen müde von so viel Kultur und Geschichte und wir ziehen es vor, in einem Kaffee sitzend dem Treiben auf den Strassen zuzusehen.
Nach drei Tagen fahren wir weiter Richtung Norden. Ruhig und speditiv verläuft die Fahrt durch das südliche Hochland. Die Landschaft ist malerisch, Kakteen, Agaven und Sträucher, Campesinos, die mit ihren Ochsen die Felder pflügen - Mexiko aus dem Bilderbuch.
Puebla hingegen ist eine moderne Stadt und zählt beinahe 2 Mio Einwohner. Das lärmige und stinkende Durcheinander auf den Starssen erschlägt uns fast. Die Stadt liegt auf 2175 m Höhe und ist von Vulkanen und Bergen umgeben. Wir steigen auf eine kleine Anhöhe und haben eine wunderbare Sicht über die Stadt und die beiden Vulkanen Popocatépetl und Iztaccíhuatl. Das historische Zentrum zählt zu den UNESCO-Weltkulturerben. Die vielen Kolonialbauten sind oft mit bemalten Keramikkacheln verziert. In der Stadt gibt es mehr als 70 Kirchen. Doch irgendwie sind wir schon fast ein bisschen müde von so viel Kultur und Geschichte und wir ziehen es vor, in einem Kaffee sitzend dem Treiben auf den Strassen zuzusehen.
Dienstag, 17. Juni 2008
Wenn der Nacht- zum Tagbus wird
San Cristóbal de las Casas ist im Gegensatz zu den vielen kleinen Ortschaften der letzten Wochen eine Grossstadt. Banken, Restaurants, Sprachschulen, viele schöne Plätze und einige gut erhaltene Kolonialgebäude treffen wir bereits auf der Suche nach einem guten Hotel an. Ein guter Ort um zu flanieren, die Weiterreise zu planen und uns das EM-Spiel gegen die Türken zu zumuten. Nach der unnötigen Niederlage können wir das Reisen nun richtig geniessen.
Um einen Tag sparen zu können, beschliessen wir, einen Nachtbus ans Meer zu buchen. Um 19 Uhr fahren wir los. Wir geniessen die Aussicht aus dem klimatisierten Bus und als es langsam dunkel wird, klappen wir die Sitze zurück und versuchen zu schlafen. Gegen 23 Uhr stoppt die Fahrt zum ersten Mal. Der Chaffeur steigt aus und spricht mit einem Strassenpolizisten. Häppchenweise geht es vorwärts. Um 1 Uhr dann werden wir aufgeklärt: Die Grenze zum Bundesstaat Oaxaca ist blockiert. Es geht um eine politische Angelegenheit. Die Blockade wird erst um 9 Uhr geöffnet. So verbringen wir die Nacht bei einer Tankstelle. Um 16 Uhr, mit 9 stündiger Verspätung, kommen wir schliesslich in Pochutla an.
Immerhin haben wir betreffend Unterkunft einen Tipp, dank Seraina und Frank, welche wir auf den Corn Islands getroffen haben. Mit einem Taxi fahren wir gemeinsam mit zwei anderen Schweizerinnen zum Castillo Oasis in Zipolite.
Die 3 Tage am Strand sind wunderbar. Wir lesen, spazieren, trinken das eine oder andere Bier und geniessen am Abend ein feines Essen, meist mit Aussicht auf den Strand. In unserem "Turmzimmer" besucht uns auch regelmässig das Hausstier - ein ausgewachsener Leguan.
Trotz den vielen Warnungen im Internet fahren wir mit einem öffentlichen Bus nach Oaxaca weiter. Zur 7 stündige Fahrt ein Zitat aus unserem Reisefürer: "Praktischerweise legen die Fahrer unterwegs auch mal ein Päuschen ein (damit Reisende austreten, fotografieren oder sich übergeben können)." Ich habe die Kurve nicht gezählt. Es waren sicher hunderte.
Nach gut überstandener Fahrt nehmen wir uns nun in Oaxaca Zeit, um die spezielle Atmosphäre in dieser vom Staat vernachlässigte Gegend zu geniessen.
Um einen Tag sparen zu können, beschliessen wir, einen Nachtbus ans Meer zu buchen. Um 19 Uhr fahren wir los. Wir geniessen die Aussicht aus dem klimatisierten Bus und als es langsam dunkel wird, klappen wir die Sitze zurück und versuchen zu schlafen. Gegen 23 Uhr stoppt die Fahrt zum ersten Mal. Der Chaffeur steigt aus und spricht mit einem Strassenpolizisten. Häppchenweise geht es vorwärts. Um 1 Uhr dann werden wir aufgeklärt: Die Grenze zum Bundesstaat Oaxaca ist blockiert. Es geht um eine politische Angelegenheit. Die Blockade wird erst um 9 Uhr geöffnet. So verbringen wir die Nacht bei einer Tankstelle. Um 16 Uhr, mit 9 stündiger Verspätung, kommen wir schliesslich in Pochutla an.
Immerhin haben wir betreffend Unterkunft einen Tipp, dank Seraina und Frank, welche wir auf den Corn Islands getroffen haben. Mit einem Taxi fahren wir gemeinsam mit zwei anderen Schweizerinnen zum Castillo Oasis in Zipolite.
Die 3 Tage am Strand sind wunderbar. Wir lesen, spazieren, trinken das eine oder andere Bier und geniessen am Abend ein feines Essen, meist mit Aussicht auf den Strand. In unserem "Turmzimmer" besucht uns auch regelmässig das Hausstier - ein ausgewachsener Leguan.
Trotz den vielen Warnungen im Internet fahren wir mit einem öffentlichen Bus nach Oaxaca weiter. Zur 7 stündige Fahrt ein Zitat aus unserem Reisefürer: "Praktischerweise legen die Fahrer unterwegs auch mal ein Päuschen ein (damit Reisende austreten, fotografieren oder sich übergeben können)." Ich habe die Kurve nicht gezählt. Es waren sicher hunderte.
Nach gut überstandener Fahrt nehmen wir uns nun in Oaxaca Zeit, um die spezielle Atmosphäre in dieser vom Staat vernachlässigte Gegend zu geniessen.
Dienstag, 10. Juni 2008
¡Querido Mexico!
Von Flores planten wir direkt nach Palenque in Mexiko zu reisen. Eine Reiseagentur bot das ganze Paket inklusive Lanchafahrt in einem Minibus an. Rund 1h gings flott auf geteerter Strasse, nach Las Cruces war der Asphalt fertig und die Strasse hatte zu dem unter den starken Regenfällen arg gelitten. In Bethel sind wir offiziell aus Guatemala ausgereist, erhielten endlich den wohl schönsten Stempel in unseren Pass, fuhren darauf in einer etwas wackeligen Lancha auf dem Rio Usumacita mit Sack und Pack rund eine 1/2h flussabwärts um dann in Frontera Corozal in Mexiko einzureisen. ¡Bienvenidos a Mexico! Bis Palenque waren es noch gut 3h ruhige Fahrt durch eine üppig grün bewachsene und feuchte Gegend.
Palenque ist eine kleine Stadt im Bundesstaat Chiapas und hat eigentlich nicht viel zu bieten, sie ist Ausgangspunkt für den Besuch der nahen Ruinen. Trotzdem haben wir uns schnell wohlgefühlt und genossen es, auf dem Zócalo zu sitzen und dem Leben zuzuschauen. Wir sind in Mexiko angekommen! Seit unserem Start in Costa Rica sind exakt 9 Wochen vergangen.
Die alte Mayastadt liegt auf den ersten Hügel, die sich aus der Ebene der Golfküste erheben und ist von dichtem Regenwald umgeben. Nur etwa 5% der Bauten wurden bisher freigelegt und im Wald rund um die Tempel sind noch tausende von zerfallenen Gebäuden, die vom Dschungel überwachsen sind. Durch das Gebiet fliessen zahlreiche kleine Bäche. Die Umgebung bietet eine wirklich sagenhafte Kulisse für die Mayaarchitektur!
Auf dem Weg nach San Cristóbal de las Casas besichtigten wir die Waserfälle Mishol-Ha
und Augua Azul. Der Mishol-Ha fällt mitten im Urwald 35 Meter in die Tiefe und der Agua Azul donnert über mehrere Steinstufen. Die Regenfälle der letzten Tagen liessen den Mishol-Ha wegen der grösseren Wassermenge noch mächtiger und imposanter erscheinen, dafür war das Agua Azul halt eben mehr Agua Chocolate und der Ort büsste dadurch wohl einiges an Schönheit ein.
und Augua Azul. Der Mishol-Ha fällt mitten im Urwald 35 Meter in die Tiefe und der Agua Azul donnert über mehrere Steinstufen. Die Regenfälle der letzten Tagen liessen den Mishol-Ha wegen der grösseren Wassermenge noch mächtiger und imposanter erscheinen, dafür war das Agua Azul halt eben mehr Agua Chocolate und der Ort büsste dadurch wohl einiges an Schönheit ein. Samstag, 7. Juni 2008
Auf den Spuren der Mayas
Wenn man in Guatemala umherreist, darf man etwas nicht verpassen! Das sagten auf jeden Fall alle, die wir auf unserer Reise getroffen haben. Darum buchten wir eine "Sunrisetour" nach Tikal.
Um Viertel vor Drei (02:45!) sind wir aufgestanden. Wie immer bei den Shuttlebusen dauerte es eine Weile, bis wir losfuhren. Es war dann auch schon hell, als wir nach einem Spurt durch den Jungel auf dem höchsten Tempel standen. Dieser ist 72 Meter hoch und bietet eine wunderbare Aussicht über die Tikalanlage mitten im Urwald.
Unsere Gruppe bestand aus 26 Touristen, welche sich auf 3 Führer verteilten. Wir gesellten uns zur spanischsprechenden Gruppe und konnten so den Rundgang zu 5 in aller Ruhe geniessen.
Tikal erstreckt sich über ein Gebiet von rund 64 Quadratkilometern, wovon der zentrale Bereich rund 16 Quadratkilometer einnimmt, welcher über dreitausend Bauten beheimatet. Viele Bauten, insbesondere in den Außenbereichen, sind noch nicht ausgegraben und erforscht worden. Man schätzt, dass die Einwohnerzahl der Stadt auf dem Höhepunkt der Macht (500 n.Chr.) gut 50'000 Menschen betrug. Über den Untergang dieses gigantischen Reiches wird heute noch gerätselt. Vielleicht war es den Mayas doch- wie uns- irgend wann zu heiss und zu feucht.
Morgen folgt nun der letzte Grenzübertritt. Unser Ziel ist Palenque, eine andere grosse Mayastadt im Süden Mexicos.
Um Viertel vor Drei (02:45!) sind wir aufgestanden. Wie immer bei den Shuttlebusen dauerte es eine Weile, bis wir losfuhren. Es war dann auch schon hell, als wir nach einem Spurt durch den Jungel auf dem höchsten Tempel standen. Dieser ist 72 Meter hoch und bietet eine wunderbare Aussicht über die Tikalanlage mitten im Urwald.
Unsere Gruppe bestand aus 26 Touristen, welche sich auf 3 Führer verteilten. Wir gesellten uns zur spanischsprechenden Gruppe und konnten so den Rundgang zu 5 in aller Ruhe geniessen.
Tikal erstreckt sich über ein Gebiet von rund 64 Quadratkilometern, wovon der zentrale Bereich rund 16 Quadratkilometer einnimmt, welcher über dreitausend Bauten beheimatet. Viele Bauten, insbesondere in den Außenbereichen, sind noch nicht ausgegraben und erforscht worden. Man schätzt, dass die Einwohnerzahl der Stadt auf dem Höhepunkt der Macht (500 n.Chr.) gut 50'000 Menschen betrug. Über den Untergang dieses gigantischen Reiches wird heute noch gerätselt. Vielleicht war es den Mayas doch- wie uns- irgend wann zu heiss und zu feucht.
Morgen folgt nun der letzte Grenzübertritt. Unser Ziel ist Palenque, eine andere grosse Mayastadt im Süden Mexicos.
Donnerstag, 5. Juni 2008
Kaffee, Naturparadies und Sturm Arthur
Noch in Cobán hatten wir die Möglichkeit eine Kaffeefinca zu besuchen. Max haben wir bei Markus und Vera getroffen, er lud uns spontan ein, seinen Betrieb zu besichtigen. Während eines Tages erhielten wir einen wunderbaren Einblick in die Arbeit auf der 300ha grossen Farm. Auf gut 200ha wird Kaffee angebaut und in Handarbeit gepflegt, gehegt und geernetet. Die Kaffebohnen werden noch vor Ort sortiert, gewaschen und getrocknet und danach in Saecken an die Roestereien geliefert. Obwohl die Ernte vorbei war, konnten wir uns sehr gut vorstellen, welche Knochenarbeit das Ablesen und die Verarbeitung der Bohnen bedeutet. Da der Kaffeepreis sehr tief ist, lohnt sich er Anbau kaum mehr und die kleineren Fincas verschulden sich oft. Max stellt deshalb nebenbei auf Holzwirtschaft um, pflanzt zwischen die Kaffeesträucher Nutzholz und laesst wenig ertragbringende Flächen verwalden. Kauft fairen und ökologischen Kaffee!
Bereits zu Hause haben wir eine Auszeit vom Rucksackleben geplant. Mit dem Ziel etwas Hand anzulegen, irgendwo mitzuhelfen und so wieder etwas Ruhe zu finden, sind wir nach Chelemhá gefahren, ein privates Naturreservat in den Nebelwälder des Alta Verapaz. Markus und Armin haben vor 10 Jahren dieses Stück Urwald gekauft, pflegen und hegen es und haben in jahrerlanger Arbeit eine wunderschöne Lodge für Vogel- und Naturliebhaber gebaut. Die Anfahrt ist etwas schwierig, führt über Stock und Stein, dafür wird man mit einer herrlichen Landschaft, Tier- und Pflanzenwelt belohnt. Wir waren beeindruckt von den einfachen Lebensbedingungen der einheimischen Indianer. Die Familien leben in einfachen Hütten, die Wände aus Brettern, das Dach aus Gras. Strom und Telefon gibt es nicht, einzig Wasser gibt es in Hülle und Fülle. Wir dagegen hausten luxuriös in der Lodge, wärmten uns am Feuer, freuten uns über die vielen Kolibris und genossen die Momente im Kerzenlicht. Tagsüber bepflanzten wir Baumstrünke mit wilden Orchideen und Bromelien, setzten rund um die Lodge nektarreiche Blumen. Verpflegt wurden wir reichlich mit guatemalischer Kost bei Armin zu Hause, sassen dabei alle zusammen rund um den Ofen in seiner kleinen Küche. Armin wohnt mit seiner indigenen Frau Elvira und Tochter Alicia in einem traditionellen Haus unweit der Lodge.
Es blieb genügend Zeit für Streifzüge durch den Nebelwald. Dabei staunten wir über die Vielfältigkeit der Natur. Auf einem unserem Spaziergänge sahen wir sogar einen Quetzal aus nächster Nähe. Der Vogel lebt in den abgelegenen Nebelwäldern Guatemalas und gilt als Symbol des Landes. Als Symbol ist er überall anzutreffen, auf Geldscheinen, Münzen, Firmenschildern und auf dem Wappen Guatemalas. Gegen Ende unseres Aufenthaltes kämpften wir nicht nur gegen Krankheit und Insektenstiche, sondern auch gegen Regen, Wind und Sturm. Der Tropensturm Arthur brachte in ganz Guatemala viel Niederschlag und Überschwemmungen mit sich. Nach 11 Nächten in dieser Idylle zieht es uns wieder weiter. Da auf der Polochicroute eine Brücke weggeschwemmt wurde, kehren wir nach Cobán zurück und organisieren für den nächsten Tag unsere Weiterreise nach Flores.
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