Freitag, 29. Februar 2008

Gruss aus der Karibik

Die Überfahrt ab Antwerpen hat mit den beiden Zwischenstopps in Le Havre und den Azoren 11 Tage gedauert. Neptun ist uns bis jetzt gnädig gestimmt und lässt das Meer ruhen. An zwei Tagen war es etwas rauher, doch unterdessen haben wir uns auch an etwas stärkeren Seegang gewöhnt. Die Tage sind immer gleich, trotzdem kommt eigentlich nie Langeweile auf. Lesen, faulenzen, Spanisch lernen, etwas Fitness auf dem Veloergometer und einfach in die Ferne blicken. Reto misst sich jeweils nach dem Mittagessen im Tischtennis gegen die Schiffscrew. In der Zwischenzeit kann er trotz Seegang schon gut mithalten.
Es ist eine Reise in die Wärme. Unterdessen ist auch der Pool gefüllt und unsere warmen Sachen haben wir zuunterst im Rucksack verstaut. Seit zwei Tagen sind wir in der Karibik, gestern in Guadeloupe und heute in Martinique. Während unser Schiff ent- und wieder beladen wird, haben wir jeweils etwas Zeit ein Hauch Karibik einzufangen. Schon heute Mittag geht es weiter nach Cartagena. Tags darauf werden wir dann in Turbo die ersten Bananen laden und von dort ist es nur noch einen Katzensprung bis Costa Rica.

Freitag, 15. Februar 2008

Antwerpen

Die Zugsfahrt bis hierher hat sich schlussendlich doch ziemlich in die Länge gezogen und wir waren froh, als wir endlich unsere Beine wieder etwas vertreten konnten. Dabei haben wir nicht schlecht gestaunt: Hier kommen die Züge nicht nur in einem gigantischen Bauwerk sondern auch auf drei Stöcken an!
Überhaupt hat uns Antwerpen ganz positiv überrascht. Die Stadt lässt sich wirklich sehen. Wir haben es genossen, noch einmal in das Stadtleben zu tauchen, bevor es dann morgen an Bord und somit wohl auch etwas in die Langeweile geht. Die Überfahrt wird 3 Wochen dauern. Wir sind gespannt auf das Schiff, unsere Kabine, die anderen Passagiere und auf das Leben an Bord.
Noch ein kleines Malheur zum Schmunzeln: Meine neuen, extra für diese Reise gekauften Trekkingschuhe sind mir zu klein. So kämpften wir uns wohl oder übel heute durch alle Sportläden, um neue und vorallem passende Schuhe zu kaufen. Die alten(neuen) sind nun per Post unterwegs in die Heimat.
Nun quält der Hunger und wir werden uns in den tausend Imbissständen etwas Passendes suchen!

Mittwoch, 13. Februar 2008

Geschafft!...

Bereits das Räumen und Putzen unserer kleinen 3-Zimmerwohnung war ein erster Beziehungstest... Unsere sieben Sachen haben also nun tatsächlich in einem einzigen Zimmer Platz! Die Wohnung ist geputzt und die Schlüssel abgegeben (noch einmal ein herzliches Dankeschön unseren fleissigen Helfern!). Unsere Nachbarn haben wir mit schwerem Herzen verabschiedet - sind sie doch in Hamburg, wenn wir wieder zurückkommen! Auf uns warten nun noch einige tausend Dinger die gerne irgendwo in unserem Rucksack verstaut werden möchten. Morgen Mittag gibt es dann definitiv kein zurück mehr. Wir fahren mit dem Zug über Basel und Brüssel Richtung Antwerpen. Das Schiff sollte dann nach Plan am Samstag auslaufen. Nach gut 3 Wochen werden wir dann schlussendlich in Costa Rica wieder festen Boden unter den Füssen haben. Ich habe mich heute noch mit Stugeron und Ingwertabletten eingedeckt. Doch inzwischen habe ich tausend Tricks und Tipps gegen Seekrankheit erhalten... Wir freuen uns in 3 Wochen von all unseren Erlebnissen auf hoher See bei Wind und Wetter zu berichten. Bis dann: Schiff ahoi!

Sonntag, 10. Februar 2008

Abschiedsfeste sind vorbei

Heute ist Sonntag. Das Wetter ist schön wie immer in den letzten Tagen. Um in aller Ruhe eine Wohnung zu Räumen ist es ideal. Begonnen haben wir am Donnerstag mit dem Packen des Rucksacks. Die Komfortpackung mit Schlafsack, genügend Kleidern, Bücher, Reiseführer (unteranderem ein 950 g schwerer für Mexico! danke Pitsch!), ... wiegt über 15 kg. Aber wir haben ja noch Zeit bis am kommenden Donnerstag um 12.03. Am Freitag haben wir nach einem Effort am Nachmittag das Büro und den Keller geräumt. Im Büro steht inzwischen ein Festbank. Dieser hat gestern kurzzeitig die Stube vor dem Platzen gerettet. Es war ein lässiger Abend bei feinem Essen und gutem Wein. Nun geht es den kleinen Dingen an den Kragen. Es ist unglaublich, wie schnell eine Kiste mit Kleinigkeiten gefüllt ist. Und morgen? Wenn alles klappt, ist morgen abend der Kleiderschrank und das Sofa weg. Hoffen wir es!