Samstag, 5. Juli 2008

Zentrale Pazifikküste

Sayulita wird im Reiseführer als kleiner Geheimtipp, malerisch gelegen in einer Bucht mit wunderbarem Sandstrand, beschrieben. Wir erhofften uns ein kleines Paradies mit Palmen, Hängematten und Strand für uns alleine. In der Tat ist Sayulita ziemlich überfüllt mit Touristen aus den Staaten. Die Unterkünfte sind teuer und oft nur für eine ganze Woche zu haben. Uns blieb nichts anderes übrig, als die einzige Hospedaje Economico im Ort zu beziehen, die uns pro Nacht doch noch ganze 400 Pesos abknöpfte. Der einzige Pluspunkt ist die Lage nahe am Strand. Wir fuhren etwas früher als geplant, weiter der Küste entlang nach Norden. San Blas war vom Ende des 16. Jhs. bis ins 19. Jh. ein wichtiger spanischer Hafen. Heute ist es ein Fischerdorf mit einem eigenen Charme, wirkt weder aufgeprotzt noch poliert und zeigt sein eigenes Gesicht. Sobald die Temperaturen etwas lebenswerter werden, strömen die Leute auf den Zocálo, sitzen, reden trinken und essen ihre Tacos. Etwas abseits des Zentrums brökeln die Fassaden der Häuser, der Abfall liegt vor der Haustüre und die Strassen sind ungeteert und staubig. Die nahe Playa El Borrego ist wild und unverbaut, riesige Wellen donnern herein.
Am Montag liessen wir uns für einen Bootsausflug zur Süsswasserquelle La Tovara überreden. In einem kleinen Fischerbott schipperten wir durch die Mangroven den Estuario San Cristobál hinauf. Wir bekamen dabei einige exotische Vögel, Wasserschildkröten und Krokodile (zwar in einer Aufzuchtstation) zu Gesicht.
Nach zwei Nächten ziehen wir weiter. Mazatlán ist eine pulsierende Stadt am Pazifik mit ganz verschiedenen Seiten. Sie glänzt mit modernen Gebäuden, riesigen Ferienanlagen und einer Uferpromenade. Das historische Zentrum zeigt kolonialen Charakter und auf der Plazuela Machado säumen sich Kaffees und Restaurants, abends sogar mit Livemusik. Wir geniessen die Stadt, spazieren an der weiten Playa Sur auf der Isla de la Piedra, geniessen den Sonnenuntergang von unserer Hotelterasse, trinken in einem einfachen Restaurant an der Playa Norte einen Margarita und staunen über all die vielen Ramschläden und Ferienressorts in allen Preisklassen in der Zona Dorada.
Aufs Wochenende hin fahren wir mit dem Bus nach Los Mochis. Der Fahrer holt ganz nach dem Motto "Yo manejo, Dios me guia" das letzte aus seinem Bus. In gut 6h sind wir 400km weiter nördlich. Los Mochis ist eine kleine mexikanische Industriestadt, die vorallem als Ausgangspunkt für die Reise in die Barranca del Cobre dient.

3 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hi Leute

Obwohl ich schon lange nichts mehr von mir hören lassen habe, lese ich immer euren Blog und erfahre so, was ihr alles erlebt :-)
Manchmal bin ich ein bisschen eifersüchtig und manchmal denke ich: Uiiii, neiiiin, lieber die als ich ;-)
Ich wünsche euch für die verbleibende Zeit weiterhin viel Reiseglück und spannende, tolle Momente!

Herzliche Grüsse, Mirka

Anonym hat gesagt…

Liebe Brigitte, lieber Reto
Ihr macht das toll mit eurem Blog. Wir sind orientiert wo ihr seid und wie es euch geht.
Die Fotos auf dem Flickr sind wirklich sehr schön und vermitteln uns ein wenig Atmosphäre von der grossen weiten Welt.
Herzlichen Dank
Mama und Paps

T hat gesagt…

Hey Reto, lese deinen Blog sehr gerne. Die letzten Eintraege haben mich an meine Reisen in Mexiko erinnert. Ich bin grad auf dem Flughafen auf dem Weg in die Schweiz, dann in die Ferien nach Frankreich und dann wieder nach Hong Kong fuer 4 Wochen. Irgendwie verkehrt nach Europa in die Ferien zu kommen : )