San Cristóbal de las Casas ist im Gegensatz zu den vielen kleinen Ortschaften der letzten Wochen eine Grossstadt. Banken, Restaurants, Sprachschulen, viele schöne Plätze und einige gut erhaltene Kolonialgebäude treffen wir bereits auf der Suche nach einem guten Hotel an. Ein guter Ort um zu flanieren, die Weiterreise zu planen und uns das EM-Spiel gegen die Türken zu zumuten. Nach der unnötigen Niederlage können wir das Reisen nun richtig geniessen.
Um einen Tag sparen zu können, beschliessen wir, einen Nachtbus ans Meer zu buchen. Um 19 Uhr fahren wir los. Wir geniessen die Aussicht aus dem klimatisierten Bus und als es langsam dunkel wird, klappen wir die Sitze zurück und versuchen zu schlafen. Gegen 23 Uhr stoppt die Fahrt zum ersten Mal. Der Chaffeur steigt aus und spricht mit einem Strassenpolizisten. Häppchenweise geht es vorwärts. Um 1 Uhr dann werden wir aufgeklärt: Die Grenze zum Bundesstaat Oaxaca ist blockiert. Es geht um eine politische Angelegenheit. Die Blockade wird erst um 9 Uhr geöffnet. So verbringen wir die Nacht bei einer Tankstelle. Um 16 Uhr, mit 9 stündiger Verspätung, kommen wir schliesslich in Pochutla an.
Immerhin haben wir betreffend Unterkunft einen Tipp, dank Seraina und Frank, welche wir auf den Corn Islands getroffen haben. Mit einem Taxi fahren wir gemeinsam mit zwei anderen Schweizerinnen zum Castillo Oasis in Zipolite.
Die 3 Tage am Strand sind wunderbar. Wir lesen, spazieren, trinken das eine oder andere Bier und geniessen am Abend ein feines Essen, meist mit Aussicht auf den Strand. In unserem "Turmzimmer" besucht uns auch regelmässig das Hausstier - ein ausgewachsener Leguan.
Trotz den vielen Warnungen im Internet fahren wir mit einem öffentlichen Bus nach Oaxaca weiter. Zur 7 stündige Fahrt ein Zitat aus unserem Reisefürer: "Praktischerweise legen die Fahrer unterwegs auch mal ein Päuschen ein (damit Reisende austreten, fotografieren oder sich übergeben können)." Ich habe die Kurve nicht gezählt. Es waren sicher hunderte.
Nach gut überstandener Fahrt nehmen wir uns nun in Oaxaca Zeit, um die spezielle Atmosphäre in dieser vom Staat vernachlässigte Gegend zu geniessen.
Dienstag, 17. Juni 2008
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1 Kommentare:
Hallo Brigitte,
hallo Reto
Es hat uns gefreut, euch im Nacht- bzw. Tagbus nach Pochutla kennen zu lernen. Eure Homepage ist super und macht noch mehr reisehungrig.
Wir wuenschen euch eine tolle und blockadenfeie Weiterreise!
Eveline und Jacqueline
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