Samstag, 21. Juni 2008

Oaxaca und Puebla

Oaxaca ist ruhig und friedlich. Noch im 2006 soll es hier bei Demonstrationen ziemlich ruppig zu und her gegangen sein. Gefordert wird immer noch der Rücktritt des Gouverneurs. Wir geniessen die Stadt. Sitzen auf dem Zócalo, der auch hier der gesellschaftliche Mittelpunkt bildet (im Sommer 2001 wurde hier, durch Bürgerproteste, die Eröffnung einer McDonalds-Filiale verhindert), flanieren durch die schönen Gassen, trinken Kaffee und besichtigen in El Tule einen 2000 jährigen Baum, der 40m Höhe und 55m Umfang hat. Die Kirche, die gleich neben ihm steht, lässt er ganz klein aussehen. Was er uns wohl alles zu erzählen hätte? Die Stadt strotzt nur so von Museen, Kirchen, Kolonialgebäuden und Galerien. Mit dem Engagement des Künstlers Francisco Toledo erlebte die Stadt in den letzten fünfzehn Jahren einen bemerkenswerten kulturellen Aufschwung.
Nach drei Tagen fahren wir weiter Richtung Norden. Ruhig und speditiv verläuft die Fahrt durch das südliche Hochland. Die Landschaft ist malerisch, Kakteen, Agaven und Sträucher, Campesinos, die mit ihren Ochsen die Felder pflügen - Mexiko aus dem Bilderbuch.
Puebla hingegen ist eine moderne Stadt und zählt beinahe 2 Mio Einwohner. Das lärmige und stinkende Durcheinander auf den Starssen erschlägt uns fast. Die Stadt liegt auf 2175 m Höhe und ist von Vulkanen und Bergen umgeben. Wir steigen auf eine kleine Anhöhe und haben eine wunderbare Sicht über die Stadt und die beiden Vulkanen Popocatépetl und Iztaccíhuatl. Das historische Zentrum zählt zu den UNESCO-Weltkulturerben. Die vielen Kolonialbauten sind oft mit bemalten Keramikkacheln verziert. In der Stadt gibt es mehr als 70 Kirchen. Doch irgendwie sind wir schon fast ein bisschen müde von so viel Kultur und Geschichte und wir ziehen es vor, in einem Kaffee sitzend dem Treiben auf den Strassen zuzusehen.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Ich wünsche euch einen tollen Abschluss eurer erlebnisreichen Reise und auf ein baldiges Wiedersehen in der Schweiz!

Liebe Grüsse
Esther S.