Freitag, 2. Mai 2008

¡La vida es una ola!

Nach 8 Tagen Inselparadies flogen wir zurück nach Managua, zurück in den Lärm und in die Hektik einer Grossstadt. Am Abend trafen wir uns noch einmal mit Andi, tauschen aus, essen zusammen Carne Asado und gehen auf ein Bier. Im Taxi zurück ins Hotel werden wir überfallen und ausgeraubt. Der Taxichauffeur lädt zusätzlich 2 Fahrgäste auf, die nach einer Weile das Messer zücken, Geld, Karten und Telefon fordern. Wir geben was wir haben. Sie fragen nach dem PIN von Retos Karte, dirigieren das Taxi an den Bancomat und heben Geld ab. Nach einer Irrfahrt lassen sie uns in einem dunklen Quartier springen. An der nächsten grösseren Strasse fangen uns 2 Männer auf. Der eine ist Feuerwehrmann und bringt uns mit seinem Dienstauto zurück in unser Hotel. Erst jetzt merken wir, wie aufgewühlt wir sind. Der Schrecken sitzt uns in den Knochen.
Am nächsten Morgen erstatteten wir Anzeige bei der Polizei. Es wurde einen Wartemarathon. Eigentlich bräuchten wir ja nur eine Kopie der Anzeige für unsere Versicherung zu Hause.
Noch am Nachmittag kehrten wir der Stadt den Rücken und fuhren mit einem Minibus Richtung León. Nur weg von hier! Der Fahrer raste über die Landstrasse, vorbei an steppenähnlichen, ausgetrockneten Feldern. In León liessen wir uns von einem Taxi die 20km nach Las Peñitas chauffieren. Das Hostel liegt direkt am Strand und wir hatten einen herrlichen Ausblick auf die riesigen Wellen. Der Strand war weitläufig und fast menschenleer. Wir sammelten uns wieder und beschlossen, unsere Pläne nicht zu ändern und wie geplant weiterzureisen.
Nach 2 Tagen am Pazifik fuhren wir zurück nach León. Die Stadt steht traditionell für das liberale Element des Landes und war ein Zentrum der Revolutionskämpfe 1978/79 und Wohnsitz des berühmten Dichters Rubén Darío. Die um 1860 nach über 100-jähriger Bauzeit fertiggestellte Kathedrale León Basilica de la Asunción gilt als die größte und älteste Mittelamerikas. Weitere Sehenswürdigkeiten sind zahlreiche historische Bauten aus der Kolonialzeit. Wir bekommen wieder Lust am Reisen! Auch dank dem feinen Hostel, das uns von Frank und Seraina empfohlen wurde! Herzlichen Dank für den Tipp.

3 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hallo Ihr zwei,
ach du grüne neune!!! Ich hoffe Ihr habt den Schreckt einiger massen überwunden.
Ich würde Euch für die Zukunft zwei Sachen vorschlagen!
1. Neue Kamera kaufen! Ich möchte weiterhin so schöne Fotos von euch zu sehen bekommen!
2. Einen Strassenhund mit auf die Reise nehmen. Ihr könnt ihn ja dann wieder zurück bringen. Obwohl am Philosophenweg hätte es ja auch noch etwas Platz übrig...

Drück Euch ganz fest!
Kathrin

T hat gesagt…

eieiei, gut ist das nicht schlechter ausgegangen... ich hoffe ihr könnt bald wieder voll geniessen und natürlich auch, dass das nicht das Ende der tollen Fotos ist! Grüsse aus Hong Kong

Anonym hat gesagt…

Tagchen!
Fabienne hat mir gestern von eurem Unglück erzählt...Bin froh, seit ihr beide unverletzt und hoffe, ihr habt euch inzwischen ein bisschen erholen können. Also, lasst euch nicht unterkriegen und hoffentlich nur noch schöne Überraschungen!
Take care!
Lg.Rakesh