Zum ersten Mal auf unserer Reise mussten wir Abschied nehmen. Am Freitag von unseren Freunden in der Schule und danach am Samstag von unserer Familia Tica.
Der Bus fuhr am fruehen Morgen, die erste Etappe in einem richtig gemuetlichen, modernen Reisecar, die zweite Etappe von San Isidor nach San Gerardo in einem alten, klapprigen Ungetuem. Fuer die 10 letzten Kilometer auf ungeteerter Strasse benoetigte er ganze 45 Minuten - also mittleres Lauftempo. San Gerardo ist ein urtuemliches Dorf am Fusse des Chirippos und somit gleichzeitig Ausgangsort fuer die Besteigung des hoechsten Berges Costa Ricas. Wir brauchten noch einen Tag, um all unsere sieben Sachen zu organisieren, Trekkingpermit, Regengear, wintertaugliche Schlafsaecke, Kocher und Essen fuer 3 Tage. In aller Herrgotsfruehe, nach einen Gallo Pinto zum Zmorge fuhr uns der Herbergebesitzer in seinen 4x4 zum Ausgangspunkt. Ohne Schonfrist stieg der Weg steil an, 14.5 km und 2000 hm bis zur Crestones Base Lodge, eine riesige Anlage mit 4er Zimmer, Kochgelegenheiten, Duschen und WC. Eigentlich hatte es alles, um sich auf 3400m gemuetlich einzurichten. Einen Haken hat die Sache aber, man kann die Huette nicht heizen und so fiel die Temperatur schnell unter 10 Grad. Gemuetliche Abende sind dadurch rar und man verkriecht sich sobald es dunkel wird, in den Schlafsack. Der Aufstieg zur Huette ist der haerteste Teil, der Gipfesturm am naechsten Morgen war dann sozusagen ein Katzensprung.

Nur die letzten 100 Meter sind noch einmal steil und fordern, zumal die Luft schon merklich duenner ist. Das Wetter war relativ klar und wir hatten einen gute Fernsicht ueber die Cordillera de Talamanca. Auf dem Rueckweg entschieden wir uns fuer die Alternativroute via Cerro Terbi und Los Crestones. Wir wussten aber nicht, dass der Weg noch einmal steil bergauf bis auf 3760m fuehrt! So kamen wir nicht ganz freiwilligen zu unserem zweiten Gibpfelerlebnis. Nach einer weiteren Nacht in der Base Lodge stiegen wir am fruehen morgen wieder nach San Gerardo ab. Wir waren genug frueh im Dorf, so dass wir den Nachmittagsbus zurueck in die Zivilisation erwischten. Wie gut tut eine warme Dusche und ein weiches Bett!
Da San Isidro nicht gerade eine Augenweide ist, haben wir uns entschlossen mit dem Fruehbus bis nach Puerto Jimemez auf die Peninusla de Osa ganz im Sueden zu fahren.
Y aquí una version corta en español para nuestros amogos ticos: Nuestro viaje a Chirripó era una aventura grande. Caminamos 6.5 horas hasta Crestones Base Lodges y al día proximo 2 horas al cerro. El tiempo estaba bien, al cerro hacía sol y teníamos una vista maravillosa. Las noches estaban frío, pero durmimos bien porque fuimos tan cansado. ¡Ahora tenemos dolor de músculos! Hoy hemos tenido el bus a Puerto Jimenez para disfrutar el sol, el mar y el calor.