Montag, 28. April 2008

Un paraíso pequeño

Die kleine, schon etwas aeltere Propellermaschine knatterte und schuettelte heftig, brachte uns aber trotz meinen anfaenglichen Bedenken sicher und bequem in etwas mehr als 1 Stunde von Managua nach Corn Island. Auf Big Corn Island leben etwas mehr als 5000 Menschen, vorallem von dem was ihnen das Meer gibt. Es hat einige Hotels und Restaurants, grosse touristische Einrichtungen fehlen (noch?).
In den ersten zwei Tagen machte Reto seinen Padikurs und ich ein kurzes Refreshing. Die Unterwasserwelt ist fantastisch und unglaublich vielfaeltig. Wir durften ueber die kurligsten und farbigsten Wesen und Pflanzen staunen. Die Riffe liegen praktisch vor der Haustuere und man braucht keine 5 Minuten mit dem Boot zu fahren. Und was gibt es schoeneres als zwischen zwei Tauchgaengen eine Kokosnuss zu schluerfen?
Mitte Woche flitzten wir mit einer Panga, ein einfaches aber schnelles Boot, nach Little Corn Island. Wir mieteten uns ein kleines, einfaches Huetchen direkt am Strand, mit etwas Hals verrenken und strecken sogar mit Blick auf Meer. Wir durchstreiften die Insel, trafen auf weisse Straende, tuerkisblaue Badebuchten, unzaehlige Kokospalmen (wie oeffnet man nur die Cocosnuss?) und auf romantische Sonnenuntergaenge. Dazwischen konnten wir immer wieder bestens die Seele in der Haengematte baumeln lassen.

Montag, 21. April 2008

la viaje continua

Die Fahrt über die Grenze nach Nicaragua war spannend, wie wir es angenommen haben. Anstehen, warten, sich die Geldwechsler vom Leib halten und am Schluss mit einem "bienvenidos a Nicaragua" in den Bus einsteigen, ohne dass wir unseren Rucksack auspacken mussten.
Bei der Ankunft in Managua wurden wir dann fast zum ersten Mal so richtig übers Ohr gehauen. Wir hatten uns vorgängig das Hotel Los Felipe ausgesucht. Ein paar Jungs "führten" uns dahin. Dank gutem Orientierungssinn und gesundem Menschenverstand kehrten wir vor dem "Hotel" um und fanden das Los Felipe selbständig.
Managua ist eine Millionenstadt, die aber eigentlich eher einem Bündnis von vielen Dörfern gleicht. Auch hier findet man fast keine hochen Gebäude. Gleich am ersten Abend verabredeten wir uns mit Andi Bannwart, der hier seinen Zivildienst abarbeitet. Er übernahm auch gleich die Reiseleitung übers Wochenende.
Am Samstag besuchten wir den grossen Markt. Die erschreckenende Fleischstände mit einigen noch lebenden Tieren liessen wir schnell hinter uns. Bei den Früchten gefiel es uns schon besser. Wir kauften 2 Bananen (Stück 5 Rp.) eine Ananas (25 Rp.) und andere feine Sachen und verspeissten diese genüsslich.
Der Sonntagsausflug ging nach Granada. Die Stadt straht mit ihren farbigen, gut erhaltenenen Kolonianbauten. Im Gegensatz zu Managua ist es hier richtig ruhig und gemütlich. Doch wir hier üblich kehrten wir noch bei Tageslicht in die Hauptstadt zurück.
Mit einem feinen italienischen Essen, natürlich mit einer Flasche Rotwein, verabschiedeten wir uns von Andi für eine Woche. Wir werden heute mit einem Inlandflug auf die Cornisland weiterreisen und dort Tauchen und das Strandleben geniessen.

Freitag, 18. April 2008

Adios Costa Rica

Nun ist es also soweit. Morgen werden wir mit einen Ticabus die Grenze zu Nicaragua überfahren. Es wird wieder spannende und anstrengende Stunden dauern, bis wir in Managua eintreffen.
Die Busfahrten in den letzten Wochen haben uns immer wieder zum Schmunzeln, aber auch zum Kopfschütteln gebracht. Die Preise sind unglaublich freundlich (1 h = 1 Fr.). Die Busqualität hat eine Spannweite von Vorkriegsmodel bis fast neu (Klimaanlage haben wir bis noch nicht erlebt). Haltestellen gibt es viele, jeder Busfahrer hält aber auch an jeder Ecke, wenn nur jemand am Strassenrand steht und ein bisschen winkt. Wer einen Sitzplatz ergattert hat, bleibt grundsätzlich dort sitzen. Nachrutschen kennt man hier nicht. Das gleiche gilt bei Stehplätzen. Steht jemand weit vorne und es steigen noch mehr Personen ein, macht er sich dünn, weicht aber kein bisschen nach hinten.
Mit der Fahrt von Liberia nach Managua lassen wir das erste Land hinter uns. Costa Rica werden wir in guter Erinnerung behalten. Unsere Highlights waren die Familie und die Schule in San José, die Besteigung des Chirripos, die schönen Strände und die eindrückliche Tier- und Pflanzenwelt. Das wahre Paradies haben wir leider nicht gestreift. In den kommenden Ländern werden wir aber weitersuchen und davon berichten.
Entonces. Hasta luego Costa Rica. Muchas gracias por todos.

Montag, 14. April 2008

Von Puerto Jimenez nach Manuel Antonio

Rund um Puerto Jimenez befinden sich wunderschoene einsame Straende. Die Playa Preciosa liegt etwa 5km ausserhalb und ist nur ueber eine Holperpiste erreichbar. Wir mieteten uns ein Velo und waren praktisch fuer uns allein! Fuer den spaeteren Nachmittag buchten wir eine Kajaktour durch den Mangrovenwald. Wir wurden unter anderem von sintflutartigen tropischen Regenguessen begleitet. Trotzdem war es imposant durch das Gewirr von Wurzeln und Pflanzen zu paddeln, Mangroven sind ein einzigartiges Oekosystem.
Eigentlich wollten wir Puerto Jimenez als Ausgangspunkt zu einem Ausflug in den Corcovado Park nutzen. Leider waren alle Unterkuenfte im Park belegt und die Anfahrt fuer nur 1 Tag ist zu lang und zu muehsam. Uns wurde einen Alternativtour nach Matapalo in der Naehe empfohlen. Wir waren etwas enttaeuscht von der Pflanzen- und Tierwelt. Es war einfach nicht so richtig Urwald. Doch immerhin konnten wir Schwaerme von Aras, Affen, Schmetterlinge und Giftfroesche beobachten. Dazu den Punto Matapalo, einer der besten Surfspots Costa Ricas.
Von Puerto Jimenez fahren lediglich 2 Buesse pro Tag zurueck auf die Interamericana. Wir entschieden uns fuer den 5Uhr-Bus! und dachten dabei, dass in dieser Herrgottsfruhe wohl nicht viele Reisende unterwegs sind. Der Bus fuellte sich bis zum letzten Platz und an jeder Ecke wollten weitere Reisende mit Kind und Kegel einsteigen. Zu allem Elend verpassten wir Palmar Norte, wo wir umsteigen wollten. So fuhren wir eben zurueck nach San Isidro de General. Dort entschieden wir uns fuer den Bus nach Quepos und waren ganz ueberrascht so kurzfristig noch ein Ticket zu erhalten. Neben den 52 Sitzplaetzen verkauften sie auch die 35 Stehplaetze! Vollgestopft kroch der Bus mit 20km/h zurueck an die Kueste. Wenigsten konnten wir uns einen Sitzplatz ergattern. Verschwitzt, staubig und todmuede kamen wir nach 9.5 stuendiger Busfahrt in Manuel Antonio an. Unser eigentliches Tagesziel Uvita haben wir ungewollt uebersprungen.
Manuel Antonio ist dank seinem nahen und gut zugaenglichen Park und den wunderschoenen Straenden wohl der bekannteste Ort der zentralen Pazifikkueste und dadurch etwas ueberfuellt und ueberteuert.

Donnerstag, 10. April 2008

3820 Meter ueber Meer!

Zum ersten Mal auf unserer Reise mussten wir Abschied nehmen. Am Freitag von unseren Freunden in der Schule und danach am Samstag von unserer Familia Tica.
Der Bus fuhr am fruehen Morgen, die erste Etappe in einem richtig gemuetlichen, modernen Reisecar, die zweite Etappe von San Isidor nach San Gerardo in einem alten, klapprigen Ungetuem. Fuer die 10 letzten Kilometer auf ungeteerter Strasse benoetigte er ganze 45 Minuten - also mittleres Lauftempo. San Gerardo ist ein urtuemliches Dorf am Fusse des Chirippos und somit gleichzeitig Ausgangsort fuer die Besteigung des hoechsten Berges Costa Ricas. Wir brauchten noch einen Tag, um all unsere sieben Sachen zu organisieren, Trekkingpermit, Regengear, wintertaugliche Schlafsaecke, Kocher und Essen fuer 3 Tage. In aller Herrgotsfruehe, nach einen Gallo Pinto zum Zmorge fuhr uns der Herbergebesitzer in seinen 4x4 zum Ausgangspunkt. Ohne Schonfrist stieg der Weg steil an, 14.5 km und 2000 hm bis zur Crestones Base Lodge, eine riesige Anlage mit 4er Zimmer, Kochgelegenheiten, Duschen und WC. Eigentlich hatte es alles, um sich auf 3400m gemuetlich einzurichten. Einen Haken hat die Sache aber, man kann die Huette nicht heizen und so fiel die Temperatur schnell unter 10 Grad. Gemuetliche Abende sind dadurch rar und man verkriecht sich sobald es dunkel wird, in den Schlafsack. Der Aufstieg zur Huette ist der haerteste Teil, der Gipfesturm am naechsten Morgen war dann sozusagen ein Katzensprung. Nur die letzten 100 Meter sind noch einmal steil und fordern, zumal die Luft schon merklich duenner ist. Das Wetter war relativ klar und wir hatten einen gute Fernsicht ueber die Cordillera de Talamanca. Auf dem Rueckweg entschieden wir uns fuer die Alternativroute via Cerro Terbi und Los Crestones. Wir wussten aber nicht, dass der Weg noch einmal steil bergauf bis auf 3760m fuehrt! So kamen wir nicht ganz freiwilligen zu unserem zweiten Gibpfelerlebnis. Nach einer weiteren Nacht in der Base Lodge stiegen wir am fruehen morgen wieder nach San Gerardo ab. Wir waren genug frueh im Dorf, so dass wir den Nachmittagsbus zurueck in die Zivilisation erwischten. Wie gut tut eine warme Dusche und ein weiches Bett!
Da San Isidro nicht gerade eine Augenweide ist, haben wir uns entschlossen mit dem Fruehbus bis nach Puerto Jimemez auf die Peninusla de Osa ganz im Sueden zu fahren.


Y aquí una version corta en español para nuestros amogos ticos: Nuestro viaje a Chirripó era una aventura grande. Caminamos 6.5 horas hasta Crestones Base Lodges y al día proximo 2 horas al cerro. El tiempo estaba bien, al cerro hacía sol y teníamos una vista maravillosa. Las noches estaban frío, pero durmimos bien porque fuimos tan cansado. ¡Ahora tenemos dolor de músculos! Hoy hemos tenido el bus a Puerto Jimenez para disfrutar el sol, el mar y el calor.